Blicken wir einmal nicht zurück, sondern sehen uns an wie der aktuelle Stand ist.
Momentan ist meine IT Umgebung im Umbruch. Seit langen Jahren ist mein zentrales Arbeitsgerät ein Mac. Ein älteres Modell. Ein PowerMac mit viel RAM, diversen Festplatten als RAID für die Fotos, SSDs für das Betriebssystem, separaten Laufwerken für lokale Dokumente und ein erstes internes Backup Laufwerk, wo immer ein aktueller Clone der System SSD liegt.
Warum so ein recht aufwändiges lokales Setup?
Die SSD für das System sorgt für schnelle Bootzeiten, der Clone auf die normale Harddisk hilt, wenn die SSD sterben sollte. Dann habe ich immer ein zweites Bootmedium mit dem ich sofort weiterarbeiten kann. Zwar startet der Rechner langsamer, aber ich bleibe arbeitsfähig.
Das RAID für die Bilder läuft ganz bewusst auf relativ langsam drehenden Harddisks, die gespiegelt sind. Ganz bewusst wird hier alle zwei Jahre eine der beiden Platten vorbeugend getauscht. Damit sind nie zwei Platten mit gleichem Herstellungszeitraum im RAID. Das senkt die Ausfallwahrscheinlickeit.
Mein Home Folder liegt auf einer anderen SSD Disk. Hier liegt auch der Cache der Bildbearbeitungsprogramme. Das macht das Bearbeten schneller, da die Bilder vom internen RAID geladen werden und dann auf der Cache Disk bis zum Speichern gehalten werden.
Die kleinen Helferlein
Zum Grundsetup gibt es noch ein paar kleine Tools, die das Ganze weiter absichern. Hier ist der zentrale Baustein die automatische Sicherung von Daten. Ein klarer Ablauf ist extrem wichtig, damit nicht im Falle eines Falles die Daten im Backup korrupt sind.
Meine lokalen Nutzdaten des Homefolders werden automatisch im Hintergrund auf einen Server mit einem RAID Array gesichert. Das passiert mit rsync, einem Linux Tool. Das passt gut, denn MacOS hat einen Linux Kern, der direkt mit meinem Linux Server spricht.
Daneben wird mit dem Programm „Carbon Copy Cloner“ eine Kopie der Boot SSD auf die lokale Boot HD gemacht.
Die lokale Bildablage wird ebenfalls per rsync auf eine Netzwerkfestplatte (NAS) kopiert. Auch darin ist wieder ein RAID das die Daten spiegelt.
Damit sind die wichtigen Daten gesichert um im Falle eines Falles kann ich weiterarbeiten.
Und was passiert am Server?
Hier ist das Konzept schon lange auf ein Linux System ausgelegt. Ich werde nicht auf alle Details eingehen. Aber im Kern ist es ein Server, der unter MacOS und Windows angesprochen werden kann. Diese gemeinsame Datenablage war mir immer wichtig.
Hauptaspekt: Keine langen Überlegungen wie man Dateien benennt und kompatible Datenformate.
Auch hier greifen dann wieder Automatismen, die die Daten vom Server auf eine Netzwerkfestplatte schieben. Da hier aber alle Daten sind, laufen diese Daten auf ein anderes NAS als die lokalen Daten des Arbeitsrechners. Das ist dann als Auffangnetz gedacht, falls mit dem ersten NAS etwas passiert.
Räumliche Aspekte
Die beiden NAS stehen auch räumlich getrennt. Der Grund ist einfach: Dachstuhlbrand und Feuerwehr…
Es gibt zwei Szenarien, die immer irgendwie zusammenhängen. Es brennt im Dachstuhl. Da wo die Systeme stehen. Also stellt man die Sicherung in den Keller.
Und da kommt dann die Feuerwehr ins Spiel. Die löscht mit Wasser. Mit viel Wasser. wo landet das? Im Keller. War das also eine gute Idee? Nein, wenn man das Sicherungs NAS zu niedrig hinstellt. Meins steht deshalb so auf knapp zwei Meter.
Es geht also nicht nur darum zu planen auf welchem Laufwerk welche Daten liegen.