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Bildung statt Industrie 4.0

Bildung statt Iindurstrie 4.0Wie soll Industrie 4.0 funktionieren, wenn das Bildungssystem gerade erst ins Web 2.0 aufbricht?

Wie war das mit dieser „Medienkompetenz“? Brauchen wir dringend?

Nö. Brauchen wir nicht. Das kommt viel zu früh für so manchen Verantwortlichen im Bildungssystem.

Warum ich so polemisiere?

Ganz einfach. Ich habe gestern von der Schule meiner Tochter einen Link zu einer Software der Bezirksregierung für die Kursbelegung bis zum Abitur bekommen. Diese Software soll es Schülern und Schülerinnen im „Computerraum“ ermöglichen, die Fachbelegung interaktiv vorzunehmen.

Erster Eindruck: Nicht mal Java oder Browser basiert? Nur ein Windows-Installer? Toll. Und wie immer der lapidare Hinweis, dass Nutzer anderer Systeme ja einen „Emulator“ nutzen könnten, damit das läuft.

Sowas finde ich richtig neben der Spur.

Bloß weil die Schulverwaltung mangels Überblick nicht in der Lage ist, sich vom Microsoft-Diktat frei zu machen, soll ich mir also für €79,- einen Emulator kaufen und dazu noch für ca. €120,- ein Windows-Betriebssystem? Seit über einer Dekade hat es immer noch keiner geschafft, über den Tellerrand zu gucken?

Ich lasse als Entschuldigungsversuch gelten, dass die Software eigentlich nicht für ein fachlich versiertes Zielpublikum, sondern eigentlich nur für den Gebrauch in der Schule gedacht war. (Was es beim zweiten Lesen aber eigentlich noch schlimmer macht, denn es lässt erahnen, in welchem Jammertal sich die IT und das Publikum in der Schule befindet.)

Das Programm selbst ist derart schlicht, das hätte eine einigermaßen auf dem aktuellen Stand befindliche Informatik-AG mit Excel in 4 Wochen „programmiert“. Von einer Java-Umsetzung will ich mal nicht reden. Aber auch das hätte vermutlich in einem Schuljahr funktioniert.

Mein Fazit: Vergesst Industrie 4.0, die Schulverwaltung bricht erst ins Web 2.0 auf.

Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte.

Sehr speziell war das Statement der Bezirksregierung.

Ich habe dort nämlich per Mail nachgefragt, warum die Software wieder einmal nur für Windows ist. Das sie offenbar für Win95-98 konzipiert wurde, konnte man einem ReadMe entnehmen, wonach eine bestimmte Datei ab Windows nicht mehr installiert werden muss. Was lag also näher als zu fragen, warum das nicht auch anders und aktueller geht.

Die Antwort: Das Programm wurde vor 13 Jahren erstmalig in Auftrag gegeben. Eine mögliche Neu- oder Weiterentwicklung wird nur im Konjunktiv erwähnt.
Das ist ein Statement. Allerdings eins, das mich mit den Augen rollen lässt.

Die aktuelle Version trägt die Versionsnummer 2 und stammt aus dem Jahr 2014. 12 Jahre für ein Versionsupdate? Woanders macht man solche Sprünge in maximal 3 Jahren, damit die Software überhaupt noch auf aktuellen Systemen läuft. Wer einen solchen Sprung nach 12 Jahren macht, muss das vermutlich gezwungenermaßen, damit das Ding überhaupt noch startet.

Fazit 2: Man kann gar nicht so schnell gucken, wie der Zug voller Ideen und Visionen an unserem Bildungssystem vorbei rast.

Das kommt mir vor wie bei Radargeräten. Man muss nur schnell genug sein, dann kriegen die auch nichts mehr mit. Was jetzt aber nur bedingt ein Grund zum Feiern ist. (In beiden Fällen!)

Da bleibt mir der Bezirksregierung nur Eines zu wünschen übrig: Viel Spaß wenn ihr daran geht das Web 2.0 zu entdecken.

Aber mal ehrlich: Könnt ihr so Spielchen nicht bei euch im Amt machen? Mit eurem Tempo verbaut ihr den Kids da draußen jede Zukunftschance.

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Das Ende naht

Social Media am FrühstückstischUnd zwar das Ende von Facebook

Eine gewagte These, dessen bin ich mir bewusst. Und ich gebe es zu. Es ist nur ein Trick, um auf diesen Beitrag aufmerksam zu machen. Eigentlich geht es nicht um das nahende Ende von Facebook, sondern um sich abzeichnende Strömungen in Social Media im allgemeinen.

Mir ist ein interessanter und völlig subjektiver Artikel aufgefallen in dem ein US-Jugendlicher seine persönliche Social Media Nutzung bewertet.

Es geht dort nicht wirklich nur um Facebook, sondern eher um die Darlegung seiner persönlichen Sicht auf verschiedene Social Media Kanäle.

Diese Sicht finde ich ganz interessant, da sie Erklärungsansätze liefern könnte, warum bestimmte Social Media Kanäle nach dem Hype der vergangenen 4 Jahre irgendwie ins Stocken geraten könnten.

Ich habe einfach mal meine Gedanken zu dem aufgeschrieben, was ich dort in  und vor allem zwischen den Zeilen lese.

Bevor ich zu konkreten Dingen komme, für mich der eigentliche Kern des Artikels: Bei jeglicher Nutzung eines sozialen Netzwerks scheint für den Autor der von der Plattform ausgehende soziale Druck ein entscheidendes Kriterium zu sein. Offenbar ist das aus seiner subjektiven Wahrnehmung auch nicht nur bei ihm so, sondern bei vielen anderen Personen seines Umfelds.

Wenn sich das in breiten Masse manifestiert, könnte es Facebook und auch einigen anderen Plattformen ein lawinenartiges Ende bereiten. Eine erste Folge könnte auch jetzt schon sein, dass die auf vielen Netzwerken eine gewisse Ermüdung bei der aktiven Nutzung zu sehen ist. Zwar gehen die Anmeldezahlen nicht zurück, aber das könnte wirklich daran liegen, dass einzelne Netzwerke mit Teilfunktionen noch interessant sind.

Im Artikel werden zum Beispiel die einfache Nutzbarkeit von Gruppen und das Chats von Facebook angeführt. Hier könnte Google+ also durchaus mit seinen „Google for Education“ durchaus den richtigen Riecher beweisen.

Die Einschätzung anderer Social Media Netzwerke lassen interessante Interpretationen zu.

Der Absatz zu Instagram zum Beispiel zeigt für mich schön, wie wenig reflektiert man (oder besser der Autor des Artikels) die Medien nutzt:

„Everything about the application makes it less commercialized and more focused on the content…“

Das zeigt mir, dass der Megadeal „Facebook kauft Instagram für eine Milliarde“ für diese Generation irgendwie im Nachrichtenrauschen untergegangen zu sein scheint. Natürlich lassen sich die wunderbar mit Tags versehenen Bilder von Instagram nutzen um Werbung anzupassen.
Es muss ja lediglich im Hintergrund eine Verbindung der beiden Accounts passieren. Ob man dazu die jetzt aktuell aufgetauchten Supercookies von Verizon und Turn nutzen könnte?

Auch der Ansatz Twitter als Nachrichtenkanal zu verstehen, scheint völlig am Autor vorbei zu gehen. Welche Quellen nutzen die Kids? Für den Mainstream aufbereitete TV-News? Oder sind Nachrichten wirklich nur noch eine Show?

Das zeigt sich im zweiten Teil des Artikels. Youtube scheint der Kanal der Wahl zu werden. Also „Don’t read it, watch it…“ als Ansatz? Gerade nachdem bei Youtube klar wurde wie die Marketingwelt hinter der Youtuber-Szene so arbeitet, halte ich das unter medienkritischen Aspekten für ein sehr gewagtes Unterfangen.

Auf jeden Fall wird die Chance ein solches Medium als direkte und unverfälschte Nachrichtenquelle zu nutzen, völlig ignoriert. Damit dürfte auch klar sein, wie die vor einiger Zeit aufgekommene Diskussion um einen „Algorithmus“ im Twitterstream ausgehen dürfte.

Der Absatz zu Snapchat ist für mich ein sehr spannender. Offenbar wird ein latent vorhandenes Misstrauen bei der Sicherheit der Daten von einem nicht vorhandenen sozialen Druck absolut überspielt.

Datensicherheit ist egal wenn der soziale Druck nicht da ist.

Ein für mich völlig neuer Ansatz. Diese beiden Parameter hätte ich nie in eine Relation gesetzt.

Und noch spannender: Tumblr, Yik Yak (das ich noch gar nicht wahrgenommen habe) und Medium scheinen die aussichtsreichsten Kandidaten für fortbestehende Social Media Plattformen zu sein.

Der Grund wird klar benannt: Die Suche nach Privatsphäre. Hier kann ich mich ausdrücken und Freunden mitteilen was ich denke und fühle, ohne dass gleich die halbe Welt mitlesen kann, weil die Verbindung zu mir als Person nicht zwingend da ist.

Sozialer Druck und Freiräume als Bestandskriterium?

Für mich klingt das nachvollziehbar, denn es sind Gründe, die einfach in der Natur des Menschen begründet sind.

Aber gehen wir zum Schluss weg von Social Media Kanälen und folgen dem Artikel, der auch von den Social Networks weg schwenkt und sich einem ganz anderen Kanal widmet: Den Apps und deren Nutzen aus subjektiver Sicht. Damit sind wir auch direkt bei einem ganz anderen, in Marketingkreisen stark diskutierten Bereich.

Social Media und Marketing vs. Wir bauen uns eine App und verkaufen gleich viel mehr.

Auch hierzu finden sich für einige Aussagen. Marketing in Plattformen wie Facebook scheint sinnlos zu werden, da die Rezipienten einen wirksamen Wahrnehmungsfilter entwickelt haben.

„It is very easy to just see the new information posted on the group without having to sift through tons of posts and advertising you don’t really care about.“

Wenn sich diese Erkenntnis bei Werbetreibenden verbreitet, fehlt den Netzwerken ganz schnell die Einnahmequelle. Dann werden die Gelder für „Sponsored Posts“ ganz schnell woanders investiert. Zum Beispiel in eigene Apps. Ist das der neue Trend?

Marketing über Apps funktioniert nur wenn sie dem User einen sofort wahrnehmbaren Nutzen bringen.

Der Ansatz „Wir machen mal eine App, die laden die Leute sich runter und dann schicken wir den Produktnews“ ist definitiv so effektiv wie „Wir machen was mit Fähnchen“.

Eine App landet heute nur noch auf dem Smartphone wenn sie direkt einen Vorteil bringt. Also einen Kaffee, einen Song oder einen Burger.

Damit wird auch schnell klar für wen sich so etwas lohnt: Für grosse Ketten und Marken. Im Mittelstand ist aber spätestens Schluss. Denn dort wird sich eine App-Entwicklung kaum lohnen, wenn der Verbreitung immer aktiv über Belohnungen passieren muss. Außerdem muss ein eingespieltes Social Media Team her, die über die App auch News und Interaktion bringt. Da ist für kleine Unternehmen schnell die Leistbarkeitsgrenze erreicht.

Was ist das Fazit?

Ein klares Fazit zu ziehen ist kaum möglich, da es sich lediglich um eine subjektive Einzelsicht handelt. Es werden sich also abgestufte Varianten und auch völlig andere Erlebenswelten finden lassen. Der Artikel liefert aus meiner Sicht durchaus Hinweise und Erklärungsansätze, die man in ganz persönliche Marketing und Social Media Aktivitäten einbeziehen sollte.

 

 

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Hut ab…

Instagram umgeschaltetHeute muss ich doch einmal kurz den Hut ziehen.

Anlass ist dieser Artikel bei Wired.com. Er beschreibt, was da in den letzten Wochen so leise im Hintergrund bei Instagram passiert ist.

Der Instagram Gründer Mike Krieger hat es sehr schön bildhaft umschrieben:
‘The users are still in the same car they were in at the beginning of the journey, but we’ve swapped out every single part without them noticing.’

Und da kann ich als Techniker wirklich nur den Hut ziehen. Nach meiner Wahrnehmung gab es nämlich in der Übergangsphase kaum merkliche Unterbrechungen im Service.

Das ist schon eine wirklich gewaltige Leistung der Facebook- und Instagram-Techniker im Hintergrund.

Was ist passiert? Ganz einfach. Man hat die Daten von Instagram vom bisherigen Ablageort in der Amazon-Cloud in Facebook-eigene Rechenzentren umgezogen.

Das klingt erst einmal nicht spektakulär, aber machen wir uns einmal klar, was da an Daten umgelagert werden musste: Wir reden über rund 20 Milliarden Fotos. Das ist eine unglaubliche Menge an Daten, die es zu migrieren galt.

Der Haken dabei: Am Dienst nehmen ca. 200 Millionen Apps auf Smartphones verteilt über alle Zeitzonen teil. Die sollen von der Migration natürlich nichts merken.

Hand auf’s Herz: Mittelständische Firmen haben oftmals mit dem Umzug der eigenen Daten schon Probleme wenn man den zweistelligen Terabyte-Bereich verlässt. In diesem Fall reden wir von einem zweistelligen Petaybyte Bereich!
Dazu noch die ganzen Datenbanken und Datensicherungen. Etwas mehr zu den technischen Hintergründen gibt es im Entwickler-Blog bei Instagram

Das ist schon ein gewaltiges Projekt, bei dem auch noch im Produktivbetrieb umgelagert werden musste.

Deswegen: Statt kritischer Worte mal ein ehrliches „Hut ab…!“ an die Techniker dahinter.

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Social.Net.Works

Es fragt sich immer nur wie es wirkt.

 

Sie gehören zur „ich habe doch nichts zu verbergen“-Fraktion?

Das mag im Grunde ja auch stimmen, Sie sind ja ein grundehrlicher Mensch. Aber wollen Sie wirklich, dass in zwei Jahren immer noch die alten Fotos von der völlig schrägen Silvesterparty im Netz geistern? Es war ja wirklich eine tolle Party, aber ab 3 Uhr wissen Sie nicht mehr so genau was da war? Oh ja… das war vielleicht was. So betrunken waren Sie schon lange nicht mehr.

Sehen Sie? Wie wirkt wohl ein einzelnes, völlig aus dem Zusammenhang gerissenes Foto von Ihnen bei der nächsten Bewerbung?

Jeder Mensch hat etwas zu verbergen. Das nennt man Privatsphäre. Und das sollte auch so bleiben. Damit das so bleibt, müssen Sie sich einfach Gedanken machen, in welche sozialen Netzwerke Sie welche Inhalte einstellen. Und unter welchem Namen. Muss es wirklich der reale Name sein? Macht ja nichts? Doch…..

Die einzelne Plattform ist nicht unbedingt das Problem. Die Verknüpfung unterschiedlicher Quellen macht es brisant.

 

Konstruieren wir einen Fall: Sie sind Mitglied der Community XYZ. Ursprünglich war die Idee, nach dem Studium mit den ehemaligen Kommilitonen in Kontakt zu bleiben. Gar nicht so doof also. Jedenfalls wenn man mal die dort echt aufdringliche Werbung außer Acht lässt.

Aber Sie geben dort brav Ihren Namen und die Postleitzahl oder den Ort an. In Verbindung mit dem Telefonbuch werden Sie oft so schon mit nur einer weiteren Quelle lokalisierbar. Wenn Sie dann noch auf MySpace ein eigenes Profil haben und in YouTube witzige Videos kommentieren, dann sind Sie bestimmt ein aktives Mitglied und haben viele Freunde. Insgesamt kriegt man mit diesen wenigen Quellen schon ein Menge zu Ihren Hobbies und Ihren Interessen heraus.

Und noch wichtiger: ab da kommen Dritte ins Spiel. Denn all Ihre Freunde ergeben ein Netzwerk. Sie kennen von den 351 Leuten die meisten zwar kaum, aber sie werden im Kopf des Betrachters zu Ihren Freunden. Denn die Liste heißt ja Freundesliste. Wie soll der Betrachter entscheiden, ob das jetzt ein echter Freund ist oder nur jemand, den Sie aufgrund einer witzigen Antwort zu einem Kommentar dort in dieser Liste haben?

Eines Tages gehen Sie in einer anderen Community auf die Suche, weil einer Ihrer Freunde schrieb, dass Sie ja ganz tolle Bilder da drin haben. Sie suchen also Ihren Namen bei Facebook. Und finden ihn. Beim Betrachten der Bilder in diesem Profil wird Ihnen allerdings ein wenig seltsam. Denn Sie haben dort sehr „interessante“ Bilder im Profil. In einem Profil, dass Sie nicht einmal selbst angelegt haben. Und auf das Sie keinen Zugriff haben um die Bilder und Äußerungen zu löschen. Entsetzlich….? Stimmt!

Denn vor allem stimmen die angegeben Daten. Alter, Wohnort, Adresse, sogar das Profilbild. Machen Sie jetzt mal den echten Freunden klar, dass das ein Identitätsdiebstahl ist. Zählen Sie mal die hochgezogenen Augenbrauen und Sprüche wie „hab ich ja schon immer vermutet“….

Und wenn dann auch noch der Arbeitgeber das mitbekommt, denn einige Ihrer echten Freunde sind natürlich aus der Firma. Was glauben Sie, wie schnell sich so etwas herumspricht?

Solche Sachen lassen sich nur vermeiden, wenn Sie mit der Herausgabe persönlicher Daten extrem umsichtig sind. So wenig Daten wie möglich ist ein Ansatz. Und die Zugangsmöglichkeiten beschränken. Denn die Partybilder gehen nur die Freunde etwas an und nicht jeden Nutzer. Egal wie lustig das war. Früher oder später geistern Ihre Bilder nämlich durchs Internet. Und die dann wieder einzufangen, ist richtig schwierig.

Ein alter Grundsatz des Internet aus dem Jahr 1994: „Be liberal in what you accept, but strict in what you send!„.

Wie wahr…. Also erst denken, dann posten.

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Google+ oder Facebook

…. das ist hier die Frage. Zwar nicht für jeden, aber bestimmt für viele.

Soziale Netze werden zunehmend normaler. Nun startet Google sein soziales Netzwerk namens Google+.

Viele werden denken: Nicht noch so ein Ding. Aber warum nicht? Lassen wir einmal Datenschutzaspekte außen vor, denn dann wird der Artikel zu lang. Und außerdem steht woanders schon genug dazu.

Viele Leute haben bei Facebook einen ganz pragmatischen Kritikpunkt: Alle Kontakte sind „Freunde“. Und das stimmt einfach nicht mit gelebter Realität überein. Kontakte sind vielschichtig, es gibt Arbeitskollegen, weitläufige Bekannte, Freunde, Kunden, Lieferanten und unendlich feine persönlich Abstufungen dazwischen.

Hier setzt Google an. Google+ eröffnet die Möglichkeit die Kontakte in sogenannten „Circles“ anzulegen. Im Grunde genau das was bei Facebook fehlt.

Kritisch bleibt ganz klar die Verzahnung aller Dienste bei Google. E-Mails, Dokumente, Kontakte, Suchabfragen und Maps bedeuten wenn man die Daten verknüpft ein Ende von Privatsphäre. Und zwar noch mehr als bei Facebook. Denn Google kann im Hintergrund alle diese Daten zusammenführen und nutzen.

Es wird spannend in welche Richtung sich das entwickelt.