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Bildung statt Industrie 4.0

Bildung statt Iindurstrie 4.0Wie soll Industrie 4.0 funktionieren, wenn das Bildungssystem gerade erst ins Web 2.0 aufbricht?

Wie war das mit dieser „Medienkompetenz“? Brauchen wir dringend?

Nö. Brauchen wir nicht. Das kommt viel zu früh für so manchen Verantwortlichen im Bildungssystem.

Warum ich so polemisiere?

Ganz einfach. Ich habe gestern von der Schule meiner Tochter einen Link zu einer Software der Bezirksregierung für die Kursbelegung bis zum Abitur bekommen. Diese Software soll es Schülern und Schülerinnen im „Computerraum“ ermöglichen, die Fachbelegung interaktiv vorzunehmen.

Erster Eindruck: Nicht mal Java oder Browser basiert? Nur ein Windows-Installer? Toll. Und wie immer der lapidare Hinweis, dass Nutzer anderer Systeme ja einen „Emulator“ nutzen könnten, damit das läuft.

Sowas finde ich richtig neben der Spur.

Bloß weil die Schulverwaltung mangels Überblick nicht in der Lage ist, sich vom Microsoft-Diktat frei zu machen, soll ich mir also für €79,- einen Emulator kaufen und dazu noch für ca. €120,- ein Windows-Betriebssystem? Seit über einer Dekade hat es immer noch keiner geschafft, über den Tellerrand zu gucken?

Ich lasse als Entschuldigungsversuch gelten, dass die Software eigentlich nicht für ein fachlich versiertes Zielpublikum, sondern eigentlich nur für den Gebrauch in der Schule gedacht war. (Was es beim zweiten Lesen aber eigentlich noch schlimmer macht, denn es lässt erahnen, in welchem Jammertal sich die IT und das Publikum in der Schule befindet.)

Das Programm selbst ist derart schlicht, das hätte eine einigermaßen auf dem aktuellen Stand befindliche Informatik-AG mit Excel in 4 Wochen „programmiert“. Von einer Java-Umsetzung will ich mal nicht reden. Aber auch das hätte vermutlich in einem Schuljahr funktioniert.

Mein Fazit: Vergesst Industrie 4.0, die Schulverwaltung bricht erst ins Web 2.0 auf.

Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte.

Sehr speziell war das Statement der Bezirksregierung.

Ich habe dort nämlich per Mail nachgefragt, warum die Software wieder einmal nur für Windows ist. Das sie offenbar für Win95-98 konzipiert wurde, konnte man einem ReadMe entnehmen, wonach eine bestimmte Datei ab Windows nicht mehr installiert werden muss. Was lag also näher als zu fragen, warum das nicht auch anders und aktueller geht.

Die Antwort: Das Programm wurde vor 13 Jahren erstmalig in Auftrag gegeben. Eine mögliche Neu- oder Weiterentwicklung wird nur im Konjunktiv erwähnt.
Das ist ein Statement. Allerdings eins, das mich mit den Augen rollen lässt.

Die aktuelle Version trägt die Versionsnummer 2 und stammt aus dem Jahr 2014. 12 Jahre für ein Versionsupdate? Woanders macht man solche Sprünge in maximal 3 Jahren, damit die Software überhaupt noch auf aktuellen Systemen läuft. Wer einen solchen Sprung nach 12 Jahren macht, muss das vermutlich gezwungenermaßen, damit das Ding überhaupt noch startet.

Fazit 2: Man kann gar nicht so schnell gucken, wie der Zug voller Ideen und Visionen an unserem Bildungssystem vorbei rast.

Das kommt mir vor wie bei Radargeräten. Man muss nur schnell genug sein, dann kriegen die auch nichts mehr mit. Was jetzt aber nur bedingt ein Grund zum Feiern ist. (In beiden Fällen!)

Da bleibt mir der Bezirksregierung nur Eines zu wünschen übrig: Viel Spaß wenn ihr daran geht das Web 2.0 zu entdecken.

Aber mal ehrlich: Könnt ihr so Spielchen nicht bei euch im Amt machen? Mit eurem Tempo verbaut ihr den Kids da draußen jede Zukunftschance.

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Das Ende naht

Social Media am FrühstückstischUnd zwar das Ende von Facebook

Eine gewagte These, dessen bin ich mir bewusst. Und ich gebe es zu. Es ist nur ein Trick, um auf diesen Beitrag aufmerksam zu machen. Eigentlich geht es nicht um das nahende Ende von Facebook, sondern um sich abzeichnende Strömungen in Social Media im allgemeinen.

Mir ist ein interessanter und völlig subjektiver Artikel aufgefallen in dem ein US-Jugendlicher seine persönliche Social Media Nutzung bewertet.

Es geht dort nicht wirklich nur um Facebook, sondern eher um die Darlegung seiner persönlichen Sicht auf verschiedene Social Media Kanäle.

Diese Sicht finde ich ganz interessant, da sie Erklärungsansätze liefern könnte, warum bestimmte Social Media Kanäle nach dem Hype der vergangenen 4 Jahre irgendwie ins Stocken geraten könnten.

Ich habe einfach mal meine Gedanken zu dem aufgeschrieben, was ich dort in  und vor allem zwischen den Zeilen lese.

Bevor ich zu konkreten Dingen komme, für mich der eigentliche Kern des Artikels: Bei jeglicher Nutzung eines sozialen Netzwerks scheint für den Autor der von der Plattform ausgehende soziale Druck ein entscheidendes Kriterium zu sein. Offenbar ist das aus seiner subjektiven Wahrnehmung auch nicht nur bei ihm so, sondern bei vielen anderen Personen seines Umfelds.

Wenn sich das in breiten Masse manifestiert, könnte es Facebook und auch einigen anderen Plattformen ein lawinenartiges Ende bereiten. Eine erste Folge könnte auch jetzt schon sein, dass die auf vielen Netzwerken eine gewisse Ermüdung bei der aktiven Nutzung zu sehen ist. Zwar gehen die Anmeldezahlen nicht zurück, aber das könnte wirklich daran liegen, dass einzelne Netzwerke mit Teilfunktionen noch interessant sind.

Im Artikel werden zum Beispiel die einfache Nutzbarkeit von Gruppen und das Chats von Facebook angeführt. Hier könnte Google+ also durchaus mit seinen „Google for Education“ durchaus den richtigen Riecher beweisen.

Die Einschätzung anderer Social Media Netzwerke lassen interessante Interpretationen zu.

Der Absatz zu Instagram zum Beispiel zeigt für mich schön, wie wenig reflektiert man (oder besser der Autor des Artikels) die Medien nutzt:

„Everything about the application makes it less commercialized and more focused on the content…“

Das zeigt mir, dass der Megadeal „Facebook kauft Instagram für eine Milliarde“ für diese Generation irgendwie im Nachrichtenrauschen untergegangen zu sein scheint. Natürlich lassen sich die wunderbar mit Tags versehenen Bilder von Instagram nutzen um Werbung anzupassen.
Es muss ja lediglich im Hintergrund eine Verbindung der beiden Accounts passieren. Ob man dazu die jetzt aktuell aufgetauchten Supercookies von Verizon und Turn nutzen könnte?

Auch der Ansatz Twitter als Nachrichtenkanal zu verstehen, scheint völlig am Autor vorbei zu gehen. Welche Quellen nutzen die Kids? Für den Mainstream aufbereitete TV-News? Oder sind Nachrichten wirklich nur noch eine Show?

Das zeigt sich im zweiten Teil des Artikels. Youtube scheint der Kanal der Wahl zu werden. Also „Don’t read it, watch it…“ als Ansatz? Gerade nachdem bei Youtube klar wurde wie die Marketingwelt hinter der Youtuber-Szene so arbeitet, halte ich das unter medienkritischen Aspekten für ein sehr gewagtes Unterfangen.

Auf jeden Fall wird die Chance ein solches Medium als direkte und unverfälschte Nachrichtenquelle zu nutzen, völlig ignoriert. Damit dürfte auch klar sein, wie die vor einiger Zeit aufgekommene Diskussion um einen „Algorithmus“ im Twitterstream ausgehen dürfte.

Der Absatz zu Snapchat ist für mich ein sehr spannender. Offenbar wird ein latent vorhandenes Misstrauen bei der Sicherheit der Daten von einem nicht vorhandenen sozialen Druck absolut überspielt.

Datensicherheit ist egal wenn der soziale Druck nicht da ist.

Ein für mich völlig neuer Ansatz. Diese beiden Parameter hätte ich nie in eine Relation gesetzt.

Und noch spannender: Tumblr, Yik Yak (das ich noch gar nicht wahrgenommen habe) und Medium scheinen die aussichtsreichsten Kandidaten für fortbestehende Social Media Plattformen zu sein.

Der Grund wird klar benannt: Die Suche nach Privatsphäre. Hier kann ich mich ausdrücken und Freunden mitteilen was ich denke und fühle, ohne dass gleich die halbe Welt mitlesen kann, weil die Verbindung zu mir als Person nicht zwingend da ist.

Sozialer Druck und Freiräume als Bestandskriterium?

Für mich klingt das nachvollziehbar, denn es sind Gründe, die einfach in der Natur des Menschen begründet sind.

Aber gehen wir zum Schluss weg von Social Media Kanälen und folgen dem Artikel, der auch von den Social Networks weg schwenkt und sich einem ganz anderen Kanal widmet: Den Apps und deren Nutzen aus subjektiver Sicht. Damit sind wir auch direkt bei einem ganz anderen, in Marketingkreisen stark diskutierten Bereich.

Social Media und Marketing vs. Wir bauen uns eine App und verkaufen gleich viel mehr.

Auch hierzu finden sich für einige Aussagen. Marketing in Plattformen wie Facebook scheint sinnlos zu werden, da die Rezipienten einen wirksamen Wahrnehmungsfilter entwickelt haben.

„It is very easy to just see the new information posted on the group without having to sift through tons of posts and advertising you don’t really care about.“

Wenn sich diese Erkenntnis bei Werbetreibenden verbreitet, fehlt den Netzwerken ganz schnell die Einnahmequelle. Dann werden die Gelder für „Sponsored Posts“ ganz schnell woanders investiert. Zum Beispiel in eigene Apps. Ist das der neue Trend?

Marketing über Apps funktioniert nur wenn sie dem User einen sofort wahrnehmbaren Nutzen bringen.

Der Ansatz „Wir machen mal eine App, die laden die Leute sich runter und dann schicken wir den Produktnews“ ist definitiv so effektiv wie „Wir machen was mit Fähnchen“.

Eine App landet heute nur noch auf dem Smartphone wenn sie direkt einen Vorteil bringt. Also einen Kaffee, einen Song oder einen Burger.

Damit wird auch schnell klar für wen sich so etwas lohnt: Für grosse Ketten und Marken. Im Mittelstand ist aber spätestens Schluss. Denn dort wird sich eine App-Entwicklung kaum lohnen, wenn der Verbreitung immer aktiv über Belohnungen passieren muss. Außerdem muss ein eingespieltes Social Media Team her, die über die App auch News und Interaktion bringt. Da ist für kleine Unternehmen schnell die Leistbarkeitsgrenze erreicht.

Was ist das Fazit?

Ein klares Fazit zu ziehen ist kaum möglich, da es sich lediglich um eine subjektive Einzelsicht handelt. Es werden sich also abgestufte Varianten und auch völlig andere Erlebenswelten finden lassen. Der Artikel liefert aus meiner Sicht durchaus Hinweise und Erklärungsansätze, die man in ganz persönliche Marketing und Social Media Aktivitäten einbeziehen sollte.

 

 

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SocialMedia wirkt

Marketing mit SocialMedia bringt nichts…

SocialMediaDas sagen manche. Andere sagen, es funktioniert.

Als Beispiel bei dem es funktioniert, möchte ich eine Veranstaltung aus dem eigenen Wirkungsbereich anführen: Das große Dressur- und Springturnier 2014 beim RuF Hexbachtal/Reitstall Lugge.


Zur Historie und Vorplanung

Anfang des Jahres 2014 kam die Idee auf, ein im Mai stattfindendes Reitturnier auf der neu überarbeiteten Website des Reitstalls prominent in den Vordergrund zu bringen. Obwohl die Website als Content Management System (CMS) relativ zeitnah mit Inhalten zu versorgen ist, kam trotzdem der Gedanke auf, die anstehende Veranstaltung mit Hilfe sozialer Netzwerke zu begleiten.

Es wurden daher im Februar Accounts bei Twitter, Facebook, Instagram und anderen Netzwerken angelegt und testweise mit ersten Inhalten bestückt. Allerdings eher sporadisch um zu entscheiden, welches Medium sich am besten eignet. Zu diesem Zeitpunkt war absolut nicht klar, welche Netzwerke als aktive Kanäle von der Zielgruppe Reiter genutzt werden.

Die Umsetzung

Als zentrales Informationsmedium und Ankerpunkt wurde die eigene Website ausgewählt. Klare Vorgabe: Nach den positiven Rückmeldungen nach der Überarbeitung Mitte 2013 wäre es fatal die Aufmerksamkeit von der Website auf andere Kanäle zu ziehen.

Auf der Website entstand daher eine eigene Rubrik zum Turnier, es wurde mit einem Fotorückblick und der Turnierausschreibung begonnen. Ebenso wurden Sponsorenwerbung und Termine aufgenommen.

Reichweitengewinn

Es wurde ab Februar 2014 begonnen, Inhalte auf der bei Facebook eingerichteten Fanpage zu publizieren, um damit Aufmerksamkeit zu erreichen und mehr Menschen auf die Website zu ziehen. Gleichzeitig wurde eine Facebook-Veranstaltung angelegt um die geplante Zielgruppe direkt ansprechen zu können. Die Mitglieder des Vereins wurden gebeten, sich bei der Veranstaltung anzumelden und andere Reiter einzuladen.

Der Plan war, weitere Fans nicht über aufdringliche Werbung zu erreichen, sondern auf organisches Wachstum zu setzen.

Ein paar Zahlen

Der Start der Fanpage bei Facebook war sehr spannend. Nach einem Tag hatte die Seite 111 Fans und wuchs in den nächsten fünf Tagen auf 275 Fans.

Vor dem Start der Facebook-Fanpage war ein langsam steigendes Interesse an der Website zu sehen. Seit dem Neustart im Oktober stieg hier die Besucherzahl langsam auf 800 Seitenabrufe im Monat an.

Mit dem Start der Facebook-Fanpage im Februar fing ein exponentielles Wachstum der Website-Besuche an. Der Februar zeigte bereits knapp 1200 Webseitenabrufe pro Monat. Eine ziemlich große Menge an Besuchern für die Image-Website eines Reitstalls!

Und dann kam das Turnier

Im Verlauf des März und April wurden einige Hinweise auf Termine und Meldungsmöglichkeiten bei Facebook veröffentlicht, die alle auf die Website führten. Das alles schien nicht sehr spannend zu sein, die Zugriffszahlen sackten etwas ab.
(Anmerkung: Hier sind die Statistiken auch nicht ganz sauber, da Mitte April ein OLG-Urteil zur Webseitenanalyse gefällt wurde, was ein vorübergehendes Abschalten der Statistiken nach sich zog! Nach Stellungnahme des ULD Schleswig-Holstein und Überprüfung der demnach schon einwandfrei erhobenen Statistikdaten wurde die Auswertung erst am 25.4.2014 wieder aktiviert.)

Facebook

Ende April wurde dann die Anzahl der Posts bei Facebook ein wenig erhöht. Statt einer Reichweite von rund 350 Personen waren es über 700 Personen je Post zum Turnierstart.
Während des Turniers lagen die Reichweiten der Posts bei Facebook zwischen 1.000 und 1.500 Personen.

Website

Auch auf der Website war dieser Trend klar abzulesen. Bereits am Abend des ersten Turniertages lag die Zahl der Seitenabrufe der Website bei 3.100. Also nach einem Tag schon ein Mehrfaches des gesamten Vormonats.

Am Abend des vierten und letzten Turniertages lag die Zahl der Seitenabrufe auf der Website bei 11.700. Das bedeutet eine Verzehnfachung des Websitetraffics! Da ein Seitenabruf nicht unbedingt aussagekräftig ist, noch eine andere Zahl: Es waren 2.500 Besucher, die diese Webseiten abgerufen haben.

Bildschirmfoto 2014-05-10 um 16.14.11

Stand heute, 10.5.2014: 18.500 Seitenabrufe bei 3.600 Besuchen, hiervon 2.600 eindeutige Besucher, bzw. Endgeräte. Wenn man hierbei noch ein Drittel durch doppelte Geräte abzieht, verbleiben mehr als 1.700 eindeutige Besucher auf der Website.

Ebenfalls bemerkenswert: Die mittlere Verweildauer auf der Website liegt bei rund 4 Minuten pro Besuch. Das ist ein durchaus respektabler Zeitraum, der darauf hindeutet, das die Besucher sich mit den Inhalten beschäftigen.

Fazit

Wie man dem Titelbild deutlich entnehmen kann, sind die hier präsentierten Zahlen und deren Interpretation keine virtuelle Scheinwelt.

Die Abrufe der Website korrespondieren eindeutig mit der Besucherzahl vor Ort: Am Nachmittag des ersten Turniertages waren z.B. die reichlich vorhandenen Vorräte des Kuchenstandes komplett leer. Auch die Kilozahlen bei Fleisch und Pommes Frites sind für einen kleinen Reitverein durchaus beachtlich.

Ob das nun nur an der SocialMedia Begleitung gelegen hat, traue ich mich nicht zu bewerten. Das gute Wetter, gut vernetzte Gemeinden in der Umgebung und ein attraktives Veranstaltungsangebot haben sicher auch zum Gelingen beigetragen.

Die Rückmeldungen von Teilnehmern und Besuchern bei Facebook zeigen aber ganz klar, das die SocialMedia Begleitung deutlich wahrgenommen wurde und sehr positiv bewertet wurde.

Insofern: SocialMedia lohnt sich!

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7 Tips für Social Media

10 Tips für Social MediaTipps für den Umgang mit sozialen Netzen gibt es überall?

Stimmt. Deswegen ja auch hier. Doppelt genäht hält besser.

Aber es geht nicht anders. Die Anwender müssen weiter sensibilisert werden, was den Umgang mit „Social Media“-Netzwerken angeht.


Tipp 1: Nutze lieber eine Email-Adresse für die Anmeldung statt der Facebook-Anmeldung.

So bequem es auch sein mag, aber die Nutzung eines zentralen Logins für alle Dienste beherbergt ein großes Risiko: Wenn diesem Dienst die Zugangsdaten abhanden kommen, stehen damit einem Angreifer ALLE anderen Accounts auch zur Verfügung.

 

Tipp 2: Nutze für jedes Netzwerk eine eigene Mail-Adresse.

Der Grund ist einfach: Mailadressen werden ganz oft als verknüpfendes Element benutzt. Quasi als Schlüssel zur Person. Wer hat das noch nicht erlebt, dass man sich zu einem sozialen Netzwerk anmeldet und die direkt in der Begrüßung erfährt, dass schon ganz viele Freunde dieses Netz benutzen? Das verbindende Element ist die Email-Adresse.

 

Tipp 3: Komplexe und doch leicht zu merkende Passworte.

Das hilft nicht nur maschinelle Crackversuche abzuwehren, sondern auch dabei ein mögliches Mit1€$en im Internetcafe zu verhindern. Allerdings ist das deutlich schwerer, wenn man in der Schreibweise Sonderzeichen einbringt.

 

Tipp 4: In soziale Netze gehören nur Informationen die man auf dem Marktplatz herausrufen würde.

Altbekannt und doch nie so richtig beherzigt. Man sollte sich aber klar machen, dass die Daten aus dem Internet kaum noch zu löschen sind. Und es wird auf jeden Fall so sein, dass Ihnen die ein oder andere Äußerung in ein paar Jahren wirklich peinlich ist.

 

Tipp 5: Man muss nicht alle Dienste nutzen

Es ist ja so bequem. Ein neues StartUp erscheint am SocialMedia Himmel und bietet ultimative, noch nie dagewesene Funktionalität an. Nur selten kann man sich einen Überblick über diesen neuen Dienst verschaffen, ohne zumindest seinen Twitter oder Facebook.Account zu hinterlegen. In seltenen Fällen tut es die Email-Adresse. Aber natürlich nimmt der Durchschnittsnutzer den bequemen Weg. Muss das so sein? Kann man nicht erst einmal einen Bekannten fragen?

 

Tipp 6: Was passiert, wenn der Dienst den Vorstellungen nicht den Vorstellungen entspricht?

Man meldet sich bei dem Dienst ab. Bestenfalls. Meist gerät er einfach in Vergessenheit. Genau wie die bei Facebook oder Twitter erteilte Autorisierung des Dienstes. Wenn man den Dienst nicht mehr nutzen will, dann auch bitte die Autorisierungen entfernen.

 

Tipp 7: Nach der Abmeldung kontrollieren, ob der Account vom Anbieter wirklich gesperrt wurde.

Die Anbieter von Diensten im „Social Media“-Bereich leben davon, dass sie möglichst viele Nutzer präsentieren können. Also scheuen sie sich, einmal vorhandene Accounts zu löschen. Sinkende Nutzerzahlen sind Gift wenn es gilt den Dienst an Werbekunden zu verkaufen. Also werden die Konten einfach aktiv gelassen, obwohl der Nutzer den Account gelöscht hat. Man sollte also einen Bekannten, der noch in dem Netz aktiv ist, bitten den Account einmal zu suchen. Und danach auf dem klassischen Postweg die Löschung einzufordern. Ja, das funktioniert noch immer.

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Die Cloud – Ein paar Denkanstöße

Cloud Services - DenkanstößeDas Thema Cloud Services ist nicht mehr wegzudenken.

Wohin man auch blickt, überall wird mit Cloud Diensten geworben. Sei es als gemeinsamer Datenspeicher a la DropBox oder als komplette Servervirtualisierung in der Elastic Cloud von Amazon.

Neben diesen beiden Speicher-, bzw. Rechnerlösungen gibt es noch viele Spezialanwendungen, die direkt in der Cloud realisiert werden. Hier merkt der Anwender nicht einmal, dass er in der Cloud arbeitet. Die Dienste arbeiten oftmals entweder im Internetbrowser oder als separate Applikation, die lokal auf dem Rechner installiert wird und ein sogenanntes Frontend bildet.


Wie kann Ihr Unternehmen von Cloud Diensten profitieren?

Wie und ob diese verschiedenen Ansätze in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden können, ist oft fraglich. Die Beschreibungen der einzelnen Dienste sind oft eher für Techniker geschrieben als für Entscheider.

Mit diesen Informationen fällt es oft schwer zu entscheiden, ob und welche Dienste in einem Unternehmen wirklich eingesetzt werden können. Hinzu kommen relativ undurchschaubare Geschäftsbedingungen, die eine Kalkulation nicht einfach machen.

Genug Ansatzpunkte also das Thema in einer losen Beitragsreihe einmal aufzuarbeiten und ein paar Denkanstöße zu liefern.

Muss es immer eine externe Cloud sein?

Das ist oft ein erster Gedanke. Bedenken um die Themen Datenschutz und Ausfallsicherheit kommen in Gesprächen immer sehr schnell auf. Ein Aspekt dabei ist in der Tat das Thema Datenschutz. Die Entwicklung im Juni 2013 rund um die Tätigkeiten der U.S.-amerikanischen NSA lassen viele Vermutungen zur Gewissheit werden.

Auch Ausfallsicherheit, Datensicherung (Backup) und Zugriffsmöglichkeiten sind ein Thema, das in der Diskussion um die Frage einer externen Cloud-Lösung aufkommt.

Hier im Blog wird es in den nächsten Wochen ein paar Hinweise und Denkanstöße geben, die für Sie als Entscheider wichtig sein werden.

Es wird bewusst nicht das System A oder B konkret vorgestellt werden, sondern es wird eher um die grundsätzlichen Dinge in der Planung gehen. Die Themen werden sein:

  • Diensteauswahl
    • Speicherplatz
    • Rechenleistung
  • Zugang zu den Services
    • Eigener Internetzugang
    • Standort Dienstleister
  • Datensicherung
    • Absicherung und Fehlerquellen
    • Rücksicherung und Wiederinbetriebnahme
    • Organisatorischen Maßnahmen
  • Datenschutz
    • Auswahl des Providers aus juristischer Sicht
    • Auswahl der Service Level Agreements

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Big Data – Think Big But Start Small

Can you see the light?Macht es klassisch. Fangt klein an.

Alles redet über Big Data. Aber was ist das eigentlich?

Überall geistert dieses Gespenst herum. Big Data und was man alles damit machen kann. Aber muss man wirklich alles damit machen? Ist nicht auch hier der Ansatz besser, dass man besser etwas zum eigenen Unternehmen passendes sucht?


Seit einiger Zeit werdem immer wieder neugierige Fragen zum Thema Big Data gestellt.

Bislang stellte sich im Vorgespräch immer heraus, dass der Kunde eigentlich gar nicht in der Lage ist, Fragen zu formulieren, die Big Data beantworten kann.

Und das ist ein Problem, wenn wir über Big Data reden. Ohne den Kontext der Frage und den Blickwinkel des Fragestellers kann die Antwort einer solchen Datenanalyse niemals hinreichend sicher sein.

Natürlich sind sind bei den Fragen immer ein paar tiefer gehende Zusammenhänge bei, aber in den meisten Fällen geht es dann doch um eher klassische Dinge. Das Marketing weiß oft gar nicht, wie „Das Netz“ funktioniert und sieht die Zusammenhänge verschiedener Daten nicht. Manche wissen nicht einmal, welche sozialen Netzwerke mit anderen in einem Konzern stecken und wie sich deren Daten aggregieren.

Im Kern kristallisiert sich bei unseren Kunden in der Größenordnung von 1-150 Arbeitsplätzen eigentlich immer heraus, dass man Antworten auf eher alltägliche Fragen sucht:

  • Wer sieht sich meine Webseiten an?
  • Wie bekomme ich mit, ob meine Webseiten für die Nutzer gut anzuzeigen sind?
  • Wie erreiche im Internet mehr Aufmerksamkeit?
  • Brauche ich Accounts in verschiedenen Sozialen Netzen?
  • Wie werte ich aus, was in diesen Netzen passiert?
    • Werden meine Mitteilungen gelesen?
    • Wird darauf reagiert?
    • Wie wird reagiert?
  • Wie kann ich möglichst automatisch Aufmerksamkeit steigern im Netz?

Das alles ist kein Ansatz für Big Data Analysen. Das bewegt sich im Bereich „Small Data“.

„Small Data“ fasst es als Begriff eigentlich ganz gut zusammen. Die meisten unserer Kunden brauchen keine allwissende Müllhalde, der man undifferenzierte Fragen stellt und sich dann über die Antwort wundert. Sie suchen Antworten auf genau diese kleinen Fragen.

Eigentlich reden wir gar nicht über echte Datenanalysen. Die meisten unserer Kunden haben auch keine verlässliche Datenbasis, die zu einer Analyse herangezogen werden kann. Oft ist es schon ein Problem, aus einer vorhandenen Warenwirtschaft die Daten so zu extrahieren, dass sich aus einer Preisveränderung zu einem bestimmten Zeitpunkt eine nachlaufende Veränderung der Abverkaufszahlen ablesen lässt. Und so etwas wäre die Basis einer Analyse, wenn dann noch die zum Zeitpunkt X bekannten Kennzahlen aus sozialen Netzwerken bekannt wären. Nur mit einem solchen Zusammenhang lassen sich aus der Verbreitung einer Information in sozialen Netzwerken und dem Abverkauf dann auch Zahlen generieren, die den Erfolg der Aktion messbar machen.

Wir reden noch lange über klassisches Monitoring.

Für die meisten Fragesteller geht es um klassisches Website- und Social Media Monitoring. Klick-Konversionen, Affiliate-Werbung AdWords, Absprungraten oder Reichweitengewinne durch Kampagnen gehen für die Unternehmen in unserem Kundensegment am Ziel vorbei. Die meisten sind noch lange nicht so weit.

Das ist natürlich keine allgemein gültige Einschätzung. Es gibt Firmen, die genau das schon machen. Aber es sind noch lange nicht so viele, das Big Data zum Renner wird.

Deutschland ist zu klein für Big Data

Neulich habe ich so eine Zahl aufgeschnappt, die ich bislang leider nicht verifizieren konnte. Irgendwo wurde behauptet, dass rund 93% aller Unternehmen in Deutschland unter 12 Mitarbeitern haben. Wenn diese Zahl wirklich stimmt, kann man davon ausgehen, dass Big Data nur für eine ganz geringe Zahl von Unternehmen Sinn macht.

Denn wer von den 12 Mitarbeitern soll sich denn die Fragen ausdenken, die beantwortet werden sollen? Wer davon soll all die Datenpools ausfindig machen und sie so zusammenstellen, dass Daten daraus abgeleitet werden können?

Selbst das interne Controlling arbeitet in solchen Größenordnungen ja eher noch Excel-basiert. Kaum jemand leistet sich eine Datenbank basierte Auswertung, die auf Knopfdruck alle Unternehmenskennziffern ausspuckt.

Und ein solches System soll nun in die Cloud wandern und Big Data auswerten?

Also bleiben wir doch erst einmal am Boden und nutzen „Small Data“ bevor wir mit Big Data loslegen.

 

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SocialMedia und Datenschutz


SocialMedia und Datenschutz sind zwei sehr aktuelle Themen.

Aber wie passt beides zusammen?

Einfach eines der beiden Themen zu ignorieren, ist der falsche Ansatz, denn beides gehört zusammen.

Also bleibt nur die Suche nach dem Weg, wie man beides unter einen Hut bekommt.


Diesem Themenkomplex widmete sich am 11.6.2012 eine Veranstaltung der Business Akademie Ruhr in Dortmund. Im Laufe des Abends führte Norbert Tuschen als Referent plastisch vor Augen, welche Stolperfallen und Risiken bei der Nutzung von mobilen Geräten durch die Nutzung sozialer Medien entstehen können.

Die erste „BARsession“ als Auftakt einer ganzen Reihe von regelmäßigen Veranstaltungen war ausverkauft und die Resonanz des Publikums zeigt, dass beide Themen ganz klar zusammen gehören.

Aus diesem Grunde intensiviere ich die Zusammenarbeit mit Instituten wie der Business Akademie Ruhr, damit schon in der Ausbildung zum Social Media Manager oder auch den Weiterbildungen zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten der Zusammenhang beider Themen praxisbezogen nahe gebracht werden kann.

Theoretisch sind die Gefahren den meisten Nutzern bekannt, aber welche konkreten Maßnahmen möglich sind, um ungewollten Datenabfluss zu bemerken und sich effektiv zu schützen, muss eigentlich von Anfang an auch aufgezeigt werden.

Daran werde ich aktiv mitarbeiten!

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Social.Net.Works

Es fragt sich immer nur wie es wirkt.

 

Sie gehören zur „ich habe doch nichts zu verbergen“-Fraktion?

Das mag im Grunde ja auch stimmen, Sie sind ja ein grundehrlicher Mensch. Aber wollen Sie wirklich, dass in zwei Jahren immer noch die alten Fotos von der völlig schrägen Silvesterparty im Netz geistern? Es war ja wirklich eine tolle Party, aber ab 3 Uhr wissen Sie nicht mehr so genau was da war? Oh ja… das war vielleicht was. So betrunken waren Sie schon lange nicht mehr.

Sehen Sie? Wie wirkt wohl ein einzelnes, völlig aus dem Zusammenhang gerissenes Foto von Ihnen bei der nächsten Bewerbung?

Jeder Mensch hat etwas zu verbergen. Das nennt man Privatsphäre. Und das sollte auch so bleiben. Damit das so bleibt, müssen Sie sich einfach Gedanken machen, in welche sozialen Netzwerke Sie welche Inhalte einstellen. Und unter welchem Namen. Muss es wirklich der reale Name sein? Macht ja nichts? Doch…..

Die einzelne Plattform ist nicht unbedingt das Problem. Die Verknüpfung unterschiedlicher Quellen macht es brisant.

 

Konstruieren wir einen Fall: Sie sind Mitglied der Community XYZ. Ursprünglich war die Idee, nach dem Studium mit den ehemaligen Kommilitonen in Kontakt zu bleiben. Gar nicht so doof also. Jedenfalls wenn man mal die dort echt aufdringliche Werbung außer Acht lässt.

Aber Sie geben dort brav Ihren Namen und die Postleitzahl oder den Ort an. In Verbindung mit dem Telefonbuch werden Sie oft so schon mit nur einer weiteren Quelle lokalisierbar. Wenn Sie dann noch auf MySpace ein eigenes Profil haben und in YouTube witzige Videos kommentieren, dann sind Sie bestimmt ein aktives Mitglied und haben viele Freunde. Insgesamt kriegt man mit diesen wenigen Quellen schon ein Menge zu Ihren Hobbies und Ihren Interessen heraus.

Und noch wichtiger: ab da kommen Dritte ins Spiel. Denn all Ihre Freunde ergeben ein Netzwerk. Sie kennen von den 351 Leuten die meisten zwar kaum, aber sie werden im Kopf des Betrachters zu Ihren Freunden. Denn die Liste heißt ja Freundesliste. Wie soll der Betrachter entscheiden, ob das jetzt ein echter Freund ist oder nur jemand, den Sie aufgrund einer witzigen Antwort zu einem Kommentar dort in dieser Liste haben?

Eines Tages gehen Sie in einer anderen Community auf die Suche, weil einer Ihrer Freunde schrieb, dass Sie ja ganz tolle Bilder da drin haben. Sie suchen also Ihren Namen bei Facebook. Und finden ihn. Beim Betrachten der Bilder in diesem Profil wird Ihnen allerdings ein wenig seltsam. Denn Sie haben dort sehr „interessante“ Bilder im Profil. In einem Profil, dass Sie nicht einmal selbst angelegt haben. Und auf das Sie keinen Zugriff haben um die Bilder und Äußerungen zu löschen. Entsetzlich….? Stimmt!

Denn vor allem stimmen die angegeben Daten. Alter, Wohnort, Adresse, sogar das Profilbild. Machen Sie jetzt mal den echten Freunden klar, dass das ein Identitätsdiebstahl ist. Zählen Sie mal die hochgezogenen Augenbrauen und Sprüche wie „hab ich ja schon immer vermutet“….

Und wenn dann auch noch der Arbeitgeber das mitbekommt, denn einige Ihrer echten Freunde sind natürlich aus der Firma. Was glauben Sie, wie schnell sich so etwas herumspricht?

Solche Sachen lassen sich nur vermeiden, wenn Sie mit der Herausgabe persönlicher Daten extrem umsichtig sind. So wenig Daten wie möglich ist ein Ansatz. Und die Zugangsmöglichkeiten beschränken. Denn die Partybilder gehen nur die Freunde etwas an und nicht jeden Nutzer. Egal wie lustig das war. Früher oder später geistern Ihre Bilder nämlich durchs Internet. Und die dann wieder einzufangen, ist richtig schwierig.

Ein alter Grundsatz des Internet aus dem Jahr 1994: „Be liberal in what you accept, but strict in what you send!„.

Wie wahr…. Also erst denken, dann posten.

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Google überarbeitet Suche

Google SucheOffenbar richtet Google seine Suchmaschine wieder ein wenig anders aus.

Laut Wall Street Journal beabsichtigt Google nicht mehr nur Suchergebnisse zu präsentieren, sondern direkt aus den vorhandenen Suchergebnissen konkrete Inhalte zu generieren.

Google wird versuchen, durch semantische Analysen von gefundenen Webseiten, Antworten zu liefern. Antreibende Kraft ist offenbar das Problem hinter „we cross our fingers and hope there’s a Web page out there with the answer“.

Man will dem Suchenden also diese Unsicherheit abnehmen und Ergebnisse liefern. Eigentlich ein Schritt in Richtung einer dynamischen Enzyklopädie.

Ich finde das Vorhaben zweischneidig. Auf der einen Seite bringt es schneller Zugang zur gesuchen Information, das macht es in vielen Fällen schneller und bequemer. Die Nutzer werden vermutlich diese schnelle Aufbereitung mögen.

Als größten Nachteil sehe ich, dass es zu einer „virtuellen Wahrheit“ führt. Quellenrecherche wird noch weniger in der breiten Masse. Man wird sich auf die von Google semantisch ermittelte Wahrheit verlassen und diese als gegeben hinnehmen. Möglicherweise wird es so dazu kommen, dass Behauptungen als Fakten wahrgenommen werden. Und was passiert bei Antworten aus anderen Sprachen? Wird dann automatisch Googles Übersetzer einspringen?
Bei Wikipedia wird das durch reale Gehirne überprüft und kenntlich gemacht. Wie wird das bei Google sein?

Nebenbei wird es für die Betreiber von Websites sehr nachteilig sein. Die eigene Website wird nur noch als Ausriss vom Zielpublikum wahrgenommen. Es bedeutet weniger Traffic auf der Seite und damit auch weniger Wahrnehmung für den Anbieter insgesamt.

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Pinterest und das Urheberrecht

UrheberrechtSchneller Klick und große Wirkung.

Vom Bild zur Abmahnung in nur einem Schritt.

Ich fand die Diskussion unter einem Artikel in „Der Westen“ sehr schön. Sie zeigt, wie wenig man sich mit der eigentlichen Funktion eines sozialen Medium wie Pinterest befasst.
Betrachten wir das Problem einmal, es steckt in dieser Zeile des Quellcodes:

<link rel=“image_src“ href=“http://media-cdn.pinterest.com/upload/213850682275792220_fMppbjWI_c.jpg“/>

Der Zeile kann man entnehmen, dass das fragliche Bild in einem Ordner „upload“ unter einem langen Namen, der wahrscheinlich auch die User-ID enhält, als jpg-Datei zur Verfügung gestellt wird.

Dieses Bild aus meiner Website habe ich mit einem einzigen Klick über eine Upload-URL von Pinterest dort hoch geladen. Und zwar direkt von meiner Startseite.

Damit ist dieser Sachverhalt eigentlich völlig klar. Das ist der nach deutschem Recht zu wertende Urheberrechtsverstoß. Ich entnehme nämlich urheberrechtlich geschütztes Material und lade es für andere zur Ansicht hoch.

Wie sieht das nun mit Bildern aus, die ich direkt selbst bei Pinterest einstelle? Auch hier die entsprechende Zeile:

<link rel=“image_src“ href=“http://media-cdn.pinterest.com/upload/213850682275808127_HOGnXI3Z_c.jpg“/>

Also auch ein direkter Upload auf die Server von Pinterest. Nur diesmal direkt von meiner Festplatte.

Wie ist zu werten, wenn ich schon in Pinterest vorhandene Bilder per „Repin“-Funktion weiter verbreite?

Das weitere „Repin“ innerhalb Pinterest ist ja im Grunde nur noch das Weiterverbreiten des Links. Aber auch hier gilt es auf zu passen, denn im Grunde müsste ich vor dem Benutzen der Funktion recherchieren, ob der der vorhergehende Nutzer dazu das Recht hatte. Ein sehr mühseliges Unterfangen.

Einzig sinnvolles Fazit: Finger weg von Pinterest.